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RIO 2016 - dreifache Silberfeier im Österreich-Haus

16. September 2016, 06:14am

Veröffentlicht von sport-oesterreich

Erste Medaille für Österreich bei der paralympischen Kanu-Premiere durch Markus Mendy Swoboda, Fotos: ÖPC / GEPA Kelemen / Fotostudio Baldauf

Erste Medaille für Österreich bei der paralympischen Kanu-Premiere durch Markus Mendy Swoboda, Fotos: ÖPC / GEPA Kelemen / Fotostudio Baldauf

Am 15.9.2016 lud das Österreichische Paralympische Committee zu einer dreifachen Medaillenfeier ins Österreich-Haus. Die Stimmung war großartig. Am Vormittag war Markus Mendy Swoboda bei der Paralympics-Premiere im Kajak-Sprint Zweiter geworden. Die beiden Handbiker Walter Ablinger und Thomas Frühwirth hatten am Vortag im Zeitfahren in ihren jeweiligen Klassen ebenfalls Silber gewonnen.

Die drei Silbermedaillengewinner auf einem Bild: Walter Ablinger, Mendy Swoboda, Thomas Frühwirth Fotos: ÖPC / GEPA Kelemen / Fotostudio Baldauf

Die drei Silbermedaillengewinner auf einem Bild: Walter Ablinger, Mendy Swoboda, Thomas Frühwirth Fotos: ÖPC / GEPA Kelemen / Fotostudio Baldauf

Das Rad-Straßenrennen rollte hingegen für alle drei Österreicher, die Donnerstag am Start waren, nicht nach Wunsch: Wolfgang Schattauer (Klasse H2) und Thomas Frühwirth (H4) wurden jeweils Siebente, Walter Ablinger (H3), der im Spitzenfeld mitgefahren war, übersah einen Begrenzungszaun und demolierte sein Hinterrad. Doch er gab nicht auf und fuhr Hand in Hand mit einem Rivalen im geschlagenen Feld über die Ziellinie.

2012 in London war Ablinger von einem Begleitfahrzeug behindert worden und musste so die mögliche Goldmedaille gegen Bronze tauschen. „Diesmal war es ein klassischer Fahrfehler“, sagte er. „In der Führungsgruppe war es immer sehr eng. In einer Kurve war halt einfach zu wenig Platz – und ich zu unaufmerksam. Vielleicht war es auch ein bisschen Übermotivation, aber dass es das Rad so komplett zerfetzt, hätte ich mir nicht gedacht.“

Thomas Frühwirths Rennen lief auch nicht optimal, doch mit Silber im Reisegepäck nahm er es gelassen: „Ich habe mehrmals versucht mich abzusetzen, doch das ist nicht gelungen“, berichtete Frühwirth über den Rennverlauf. „Keiner wollte Führungsarbeit leisten, und die Flucht war unmöglich.“ Es kam also zum Sprint der Spitzengruppe. „Ich bin halt kein Sprinter, so wurde ich Siebenter.“

Rückfragen und Kontakt:

Raimund Fabi, Jürgen Preusser

Österreichisches Paralympisches Committee

presse@oepc.at

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