Sportblog - Sportberichte aus Österreich

Paralympics RIO 2016 - Andreas Onea zieht am 2.Wettkampftag mit Platz 6 ins Finale ein

10. September 2016, 06:30am

Veröffentlicht von sport-oesterreich

Zweiter Wettkampftag in Rio und bereits der erste Finaleinzug für einen Österreicher: Schwimmer Andreas Onea erreichte in seiner schwächeren Disziplin (100 m Schmetterling) überraschend den sechsten Platz. Die chinesischen Athleten feierten durch Song, Xu und Yang einen Dreifacherfolg. „Das ist wirklich perfekt gelaufen“, sagte der Niederösterreicher. „Dass ich im Finale Platz 6 vom Vorlauf bestätigen konnte ist großartig.“ Am Mittwoch, den 14.9. tritt der 24-jährige aus Zwettl in seiner Spezialdisziplin 100 m Brust an, in der er in London 2016 Rang vier belegt hatte. „Darauf freu ich mich jetzt besonders, weil ich weiß, dass ich meine Leistung bringen kann und so beruhigt ins Rennen gehen kann. Mit Ruhe ist viel drinnen!“

Starker Einstieg: Andi Onea wurde über 100 m Schmetterling Sechster - seine stärkste Disziplin kommt aber noch Bild: GEPA Kelemen/Fotostudio Baldauf

Starker Einstieg: Andi Onea wurde über 100 m Schmetterling Sechster - seine stärkste Disziplin kommt aber noch Bild: GEPA Kelemen/Fotostudio Baldauf

Rennrollstuhlfahrer Thomas Geierspichler verpasste über 100 Meter als Zwölfter das Finale der besten 8 um 1,41 Sekunden. Der Ruder-Vierer mit Maria Dorn, Heidi Pahl, Thomas Ebner, Benjamin Strasser und Steuerfrau Erika Buchinger, der mit einer Wildcard die Paralympics-Qualifikation geschafft hatte, kam im Vorlauf über Rang 6 nicht hinaus, bekommt aber am Samstag (10:50 Uhr Ortszeit) eine zweite Chance im Hoffnungslauf.

Platz 6 im Vorlauf, aber der Ruder-Vierer bekommt noch eine zweite Chance Bild: GEPA Kelemen/Fotostudio Baldauf

Platz 6 im Vorlauf, aber der Ruder-Vierer bekommt noch eine zweite Chance Bild: GEPA Kelemen/Fotostudio Baldauf

Der junge Tennisspieler Nico Langmann scheiterte in der ersten Runde klar am Chinesen Dong mit 0:6, 3:6. Nico Langmann: „Das war mein bestes und gleichzeitig schlechtestes Spiel. Das beste, weil es vor einer unglaublichen Kulisse mit sehr vielen Zuschauern stattgefunden hat, das schlechteste, weil ich meilenweit von meinem besten Tennis entfernt war“, analysierte er selbstkritisch. „Es tut mir sehr leid, dass ich nicht mehr zeigen konnte. Aber ich freu mich jetzt auf das Doppel mit meinem Partner Martin Legner. Ich hoffe, dass es uns da besser geht.“ Die beiden treffen in ihrem Auftaktmatch auf die Paralympicssieger von London 2012, Kunieda und Saida aus Japan. Auch für Martin Legner war in der ersten Runde des Einzelbewerbes Endstation: Der Tiroler verlor gegen den Koreaner Im 1:6, 3:6.

Zwei Niederlagen zum Auftakt, aber jetzt folgt das gemeinsame Doppel für Martin Legner und Nico Langmann Bild: GEPA Kelemen/Fotostudio Baldauf

Zwei Niederlagen zum Auftakt, aber jetzt folgt das gemeinsame Doppel für Martin Legner und Nico Langmann Bild: GEPA Kelemen/Fotostudio Baldauf

Im Tischtennis musste Egon Kramminger gegen den Thailänder Glinbancheun seine zweite Niederlage einstecken und ist damit ebenfalls ausgeschieden. Erfolgreich starteten hingegen die beiden anderen Tischtennisspieler ins paralympische Turnier, wenn auch mühevoll und jeweils nach hartem Kampf; jeweils gegen Spanier: Stanislaw Fraczyk besiegte Perez Gonzalez 3:2 (9:11, 12:11, 11:7, 4:11, 11:9), Krisztian Gardos schlug Ruiz Reyes 3:1 (11:8, 10:12, 11:8, 13:11). Die Chance auf das Achtelfinale hat auch noch Doris Mader, falls sie am Samstag ihr zweites Vorrundenmatch gewinnt.

Sven Reiger und sein Trainer Alfred Pelinka sind nach den ersten Trainingswettfahrten durchaus zuversichtlich Bild: GEPA Kelemen/Fotostudio Baldauf

Sven Reiger und sein Trainer Alfred Pelinka sind nach den ersten Trainingswettfahrten durchaus zuversichtlich Bild: GEPA Kelemen/Fotostudio Baldauf

Bei mäßigem Wind und Nieselregen trainierte auch Segler Sven Reiger im Revier unter dem Zuckerhut: In den Probewettfahrten baute er zwar zwei Fehlstarts, erreichte aber auch einige vielversprechende Spitzenplätze. „Ich bin optimistisch“, sagte der Wiener, der am Schlusstag der Spiele seinen 42. Geburtstag feiern wird. „Ein paar meiner Gegner stehen mehr unter Druck als ich.“

Rückfragen und Kontakt:

Raimund Fabi, Jürgen Preusser

Österreichisches Paralympisches Committee

presse@oepc.at

Kommentiere diesen Post