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Roland Niemeczek belegt bei seinem Triathlon-Europameisterschaft-Debüt Platz 22

7. Juli 2016, 08:18am

Veröffentlicht von sport-oesterreich

Abbildung: Katharina Erber, Roland Niemeczek, Pia Totschnig und Tjebbe Kaindl

Abbildung: Katharina Erber, Roland Niemeczek, Pia Totschnig und Tjebbe Kaindl

Eine großartige und starke Leistung konnte der junge Triathlet Roland Niemeczek vom Nora Racing Team bei seiner ersten Triathlon-Europameisterschaftsteilnahme Anfang Juli 2016 verzeichnen. Sein Einzug ins Finale hat die Herzen und Hoffnungen auf eine mögliche Top-Platzierung höher schlagen lassen. Der 22. Platz in diesem starken Teilnehmerfeld ist wohl und hart verdient.

Abbildungen: © www.triathlon-austria.at
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Das war die Triathlon Jugend-Europameisterschaft 2016

"Die Schwimmstrecke ist sehr eng gewesen .." berichtet Roland Niemeczek " .. mit vielen Bojen, die erste Boje bereits nach nur 107 Metern. Dies hatte natürlich eine Wasser-Schlägerei zwischen den Teilnehmern verursacht, da alle schnell und möglichst eng um die Bojen wollten."

Beim Vorlauf am Samstag ist es Roland sehr gut gegangen. Er konnte als Fünfter aus dem Wasser steigen, 8 Sekunden nach dem Führenden. Kurz darauf verließ er die Wechselzone als Zweiter mit dem Rad.

Hier passierte ein Missgeschick, da er beim Aufsteigen auf das Fahrrad gegen einen Randstein fuhr und die Kette herausgesprungen ist. Beim hektischen "Reintreten" der Kette verbog sich ein Kettenglied um 90 Grad. Dieser Umstand sorgte dafür, dass Roland während des gesamten Radrennens eine "unrunde" Kette hatte, was ihm letztendlich ca. 20 Sekunden gekostet hat. Somit verlor er zunächst den Anschluss auf das 9-köpfige Spitzenfeld. Durch die Hilfe eines starken dänischen Teilnehmers konnte Roland wieder zum Spitzenfeld vorrücken.

"An diesem Tag war es extrem heiß, wir kämpften bei 37 Grad und einer Wassertemperatur von 29 Grad", so Roland Niemeczek sichtlich erleichtert über seinen hart erkämpften Erfolg.

Auf der Laufstrecke startete Roland Niemeczek als Elfter im Spitzenfeld. Nun musste er aufholen um ins Finale einziehen zu können. Dies gelang ihm auch, als er die Ziellinie als Neunter überquerte.

Das Finale der Triathlon Jugend-Europameisterschaft

Das Finale wurde zwar auf der gleichen Schwimmstrecke ausgetragen, aber auf unterschiedlichen Rad- und Laufstrecken. Die Radstrecke war mit 5 Runden technisch sehr anspruchsvoll, gelaufen wurden 3 Runden durch die Stadt. "Dadurch, dass jetzt nur mehr die besten europäischen Atlethen am Start standen, waren die Schlägereien um die Ideallinie und somit auch die gegenseitigen Behinderungen beim Schwimmen wesentlich verschärfter als in der Vorrunde", kommentiert Roland Niemeczek, der als Fünfzehnter aus dem Wasser stieg. Dies bedeutete für ihn eine unzufriedene Position in der dritten Radgruppe nach der Wechselzone.

Gleich zu Beginn der Radstrecke setzte Roland alles auf eine Karte und sprintete innerhalb von nur 1 Kilometer zur ersten Radgruppe nach vor. Welch ein waghalsiges Unterfangen, welches seinen Kampfgeist unter Beweis stellt. Und genau das war es, was sein Kopf gebraucht hat: "Ab dann hat mir das Radeln einfach nur mehr Spaß gemacht. Ich konnte richtig Gas geben und habe auch einige Attacken gerissen!"

Beim Laufen hat sich das etwas gerächt, da Roland Niemeczek keine 110% mehr geben konnte um vorne mit dabei zu sein. "Ich bin aber trotzdem mehr als zufrieden, da ich als einziger von 4 Österreichern die Qualifikation für das Finale geschafft habe und eine solide Schwimm- und Radleistung vorzeigen konnte", der EM-Debütant stolz über seine Errungenschaft.

Video von Roland Niemeczek's Zielsprint:
Team Austria beim Mixed-Teambewerb im Rahmen der Jugend-EM 2016

Zusätzlich gab es einen Mixed-Teambewerb, an welchem Roland Niemeczek gemeinsam mit Katharina Erber, Pia Totschnig und Tjebbe Kaindl teilgenommen hat. Das Team Austria absolvierte den Bewerb (270 Meter Schwimmen - 6,4 Kilometer am Rad - 1,55 Kilometer auf der Laufstrecke) mit einem hervorragenden 7. Platz (von 28 Teams). Roland Niemeczek konnte insgesamt die elftschnellste Einzelleistung erzielen, am Rad sogar die sechstschnellste Zeit. Pia Totschnig war insgesamt die viertschnellste Triathletin des Teambewerbs. Als siebentschnellste Dame hat Katharina Erber trotz Sturz mit dem Rad an Roland übergeben. Tjebbe Kaindl konnte trotz der starken Konkurrenz (viele Teams setzen ihre besten Athleten aus taktischen Gründen zum Schluss ein) als viertschnellster Schlussläufer die Zielinie überqueren und somit den 7. Gesamtplatz für Österreich sichern.

Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass das Team Austria Triathlon-Großnationen wie Spanien und Großbritanien schlagen konnte. Mehr Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link:

Informationen über den Rennmodus der Triathlon Jugend-Europameisterschaft 2016

Die Triathlon Jugend-Europameisterschaft 2016 wurde in 3 Semifinali mit jeweils 30 Startern ausgetragen. Alle 15 Minuten startete ein Semifinale. Die jeweils 9 besten Triathleten der Semifinali sind in die nächste Runde aufgestiegen. Zusätzlich wurden die "Lucky Looser", die jeweils Zeitschnellsten im Schwimmen, Rad oder auf der Laufstrecke, die nicht unter den ersten Neun waren, ins Finale mitgenommen. Fazit: 30 Triathleten im Finale / 60 ausgeschieden.

Qualifikation zur Triathlon EM 2016

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